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Es ist finster. Ich stehe am Rande eines weiten Feldes. Der das Feld umgebende
Wald ist nur als Saum zu erkennen, aber zum Boden hin ist der Wald schwarz
und dicht. Aus der Oberfläche der Waldkontur ragen einzelne Äste
wie Krallen in den Himmel. Der Horizont vor mir ist flackernd erhellt. Manchmal
zuckt das Licht höher bis fast in den dunklen Zenit und fällt gleich
darauf wieder zurück zum Horizont. Neben mir steht eine vermummte
Gestalt, sie ist größer als ich, aber ich weiß nicht, wer
sie ist. Eine Stimme sagt: "Das ist Dresden. Dresden brennt." Ich
frage: "Unser Haus auch?" Die Stimme schweigt. In mir quillt Angst.
Jetzt sieht man die Flammen am Horizont, der Wald fängt an zu brennen,
die Flammen kommen schnell näher, ich sehe die Gestalt meiner Mutter
gegen das Feuer, sie läuft auf mich zu, aber ein neuer Vorhang aus Feuer
schiebt sich zwischen uns. Plötzlich bin ich von Flammen umgeben, sie
kommen näher, die vermummte Gestalt neben mir ist plötzlich
verschwunden, ich bin allein, ich brenne, ich spüre den Rauch in meinen
Lungen, ich huste, schreie, ich weiß, es ist ein Traum, einer meiner
Träume, die immer wieder kommen; ich weiß, ich kann aufwachen,
mein Herz schlägt noch wie verrückt, aber es wird sich gleich beruhigen,
es ist nichts, ich weiß ja, das alles ist längst vorbei,
es hat keine Macht mehr über mich, ich kann aufwachen, wenn ich will,
bin aufgewacht. "Fehlt Ihnen etwas?", fragte die Stewardeß.... | |